Über uns

Die Forschungsstelle Plurale Ökonomik ist an der Fakultät III der Universität Siegen angesiedelt. Sie versammelt Forscherinnen und Forscher, Promovierende sowie externe Assoziierte, die sich im Bereich der plural-ökonomische Forschung engagieren. Hier erfahren Sie mehr über die Mitglieder der Forschungsstelle.

Wir erforschen wirtschaftliche Phänomene anhand einer Vielzahl unterschiedlicher methodologischer und paradigmatischer Ansätze. Dabei beziehen wir die Betrachtung gesellschaftlicher Prozesse und sozialer Systeme sowie organisationelle, unternehmensbezogene und mitweltgestaltende Perspektiven ein.

Unsere Forschung basiert auf einer kritisch reflektierten, ausgewogenen Pluralität von Ansätzen und Inhalten. Die Forschungsstelle bemüht sich dabei um die Anschlussfähigkeit gegenüber angrenzenden Wissenschaften, insbesondere den Sozialwissenschaften. Die Förderung pluraler, heterodoxer, praxeologischer und kulturökonomischer Forschung unter ganzheitlicher Betrachtung der in die Gesellschaft eingebetteten Wirtschaf haben wir uns ebenso zum Ziel gesetzt wie die Entwicklung von Beiträgen zu wirtschaftspolitischen Fragestellungen.

Unser Pluralismusverständnis

Wir verstehen Ökonomik als Sozialwissenschaft, die sich mit ökonomischen Phänomenen in gesellschaftlichen Kontexten beschäftigt. Ökonomie und Gesellschaft lassen sich am besten durch unterschiedliche Perspektiven und Methoden untersuchen. Dabei möchten wir abweichende Ansätze ins Gespräch bringen und produktiv nutzen.* Wir sind davon überzeugt, dass sich verschiedene Sichtweisen oft ergänzen und das kontroverse Gespräch Erkenntnisgewinne vorantreibt. Dabei darf auch mal gelten: Hart in der Sache, aber konstruktiv und freundlich im Ton.

Kultur beeinflusst das ökonomische Denken und Handeln. Die Wirtschaft ist eingebettet in soziale Systeme und Ökologie. Als Sozialwissenschaft benötigt die wirtschaftliche Analyse neben formalen Modellen auch das Verstehen durch qualitative Analyse. Die Analyse von Wirtschaft profitiert von der Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen.

Gute ÖkonomInnen sollten in der Lage sein, sich und ihr Fach zu reflektieren. Wir glauben, dass dazu Kenntnisse über geschichtliche Zusammenhänge und Wissenschaftstheorie erforderlich sind. Wirtschaft ohne ethische Reflexion ist gesellschaftlich ziellos.

Die soziale und technische Welt ist geworden und kann gestaltet werden. Je unüberschaubarer die Situation, desto mehr benötigen wir Fähigkeiten der Kooperation, der Systementwicklung und der Kreativität.

Wir sind ein plurales Team. In der Forschungsstelle sowie auch unter den Lehrenden im Master Plurale Ökonomik finden sich Personen, die neben den Wirtschaftswissenschaften auch Kenntnisse aus anderen Disziplinen und diverse paradigmatische und persönliche Hintergründe mitbringen. So lehren wir kein einheitliches Bild, sondern subjektiv und wertbasiert. Dabei akzeptieren wir die jeweils anderen Ansätze und gehen respektvoll miteinander um. Das bedeutet nicht, unterschiedliche und konträre Sichtweisen nur zu tolerieren: Es ist uns wichtig, die Gründe hinter konträren Ansätzen und Positionen transparent zu machen, um so unser Verständnis zu erweitern. Didaktisch gilt: Wir liefern keine fertigen Lösungen, sondern möchten die Studierenden beim Finden eigener Antworten durch die Vermittlung verschiedener Werkzeuge unterstützen.

* Unsere Offenheit gegenüber anderen Ansichten findet dort ihre Grenze, wo es zu Diskriminierung und Rassismus kommt.