Stipendienprogramm

Stipendienprogramm „Supply Chains und wirtschaftliche Entwicklung – Plurale Perspektiven“

Im November 2017 ist die erste Kohorte von Promotionsstipendiat*innen gestartet. Ende 2018 soll eine zweite Ausschreibungsrunde erfolgen.

Hintergrund des Stipendienprogramms ist eine zunehmend unsichere globale wirtschaftliche Entwicklung, die mit einem kritischen sozial-ökologischen Status quo einhergeht.  Ressourcenverknappung, Klimawandel, Umweltverschmutzung, sowie steigende Ungleichheiten erhöhen die politische Instabilität, insbesondere in Ländern des globalen Südens. Auch der kontinuierliche Anstieg der weltweiten Jugendarbeitslosigkeit gefährdet die soziale Kohäsion und fördert Migrationsbewegungen in Richtung des globalen Nordens.

Diese beobachteten Krisen werden von den vorherrschenden (und primär gelehrten) wirtschaftswissenschaftlichen Konzepten („Mainstream“) nur unzureichend wahrgenommen und diskutiert. Das Gros der Wirtschaftswissenschaften ignoriert weitgehend die Einbettung wirtschaftlicher Prozesse in Gesellschaft, Kultur und Institutionen. Die fehlende Vielfalt in den Wirtschaftswissenschaften durch die Verdrängung heterodoxer Methoden und Inhalte begrenzt in einem hohen Maße den Beitrag, den ökonomisches Denken zum Verständnis von Krisen und zum Aufzeigen von Alternativen leisten könnte.

Ziel des Stipendienprogramms ist es, durch die Analyse von globalen Wertschöpfungsketten Prozesse wirtschaftlicher Entwicklung zu verstehen, und vor dem Hintergrund der benannten Krisen das Potential einer pluralen Forschungsagenda in den Wirtschaftswissenschaften deutlich werden zu lassen.

Sprecher der Stipendiatengruppe sind Gustav Bergmann, Nils Goldschmidt und Helge Peukert.